Prothesenlagerverbesserung

Nach längerem Tragen von Totalprothesen ohne Veränderung treten im Bereich des vorderen Oberkiefers nicht selten Schlotterkämme oder Reizfibrome auf. Dies geht oft mit einem Abbau des darunter liegenden Knochens einher, der durch die Druckbelastung in der Höhe abnimmt.

Eine Vestibulumplastik dient u.a. dazu, die Saugfähigkeit der Zahnprothesen zu verbessern, indem man die Oberfläche des Kiefers wieder vergrößert. Dies geschieht u.a. durch Abtragen der Muskeln und Bänder, die die Prothesen bei Sprech- und Kaubewegungen abheben. Statt dessen oder gelegentlich auch in Kombination mit Implantaten führt dies wieder zum besseren Halt einer Vollprothese.

Die sogenannte Vestibulumplastik oder Mundvorhofplastik ist eine Methode der indirekten Alveolarkammerhöhung. Das bedeutet, dass die Methode nur angewendet werden kann, wenn im Alter noch genug Kieferknochen vorhanden ist. Bei der Operationsmethode werden nämlich die am Kieferknochen ansetzenden Weichteile (Muskeln und Bänder) abgelöst und zur Kieferbasis verlagert. Gelegentlich wird dieser Eingriff mit einer sog. Mundbodensenkung kombiniert.

Bei der Operation entstehen jedoch größere freie Wundflächen. Diese können auf Wunsch einer offenen Heilung überlassen werden - ähnlich einer Schürfwunde der Haut. Diese "Heilmethode" ist jedoch mit einem erheblichen Maß an Narbenbildung belastet. Das endgültige Ergebnis bietet daher oft nur eine geringe Verbesserung zur Ausgangssituation. Bei kleineren Flächen ist der Eingriff mit dem CO2 Laser möglich.

Ähnlich verhält es sich, wenn die Wundfläche im Mund mit einen Spalthauttransplantat z.B vom Oberschenkel oder anderen Spenderregionen abgedeckt wird. Diese Hauttransplantate zeigen im feuchten Mundmilieu eine Schrumpfung von 30%.

Die besten und dauerhaftesten Ergebnisse erreicht man, wenn die Wundfläche mit einem freien Mundschleimhauttransplantat abgedeckt wird. Die Schleimhauttransplantate werden meist vom Gaumen entnommen. Die Entnahmestellen heilen in der Folge meist ohne Probleme ab (s. Bilder).

Vestibulumplastik (Entnahme) Schleimhauttransplantat
Eine so genannte indirekte Alveolarkammerhöhung ist nur möglich, wenn der Kieferknochen noch eine Mindesthöhe hat. Die Höhe sollte mindestens 15mm betragen. Sind die Grenzen unterschritten, kann nur noch eine absolute Alveolarkammerhöhung durch Knochentransplantation durchgeführt werden.

Der Eingriff erfolgt in der Regel in Lokalanästhesie, kann bei Indikation z.B. bei Kombination aber auch in Narkose durchgeführt werden. Aufgrund der großen Wundfläche ist nach dem Eingriff die Einnahme von Schmerzmitteln öfters erforderlich. Die Wunden werden mit Verbandsplatten oder veränderten Prothesen abgedeckt, bis die transplantierte Haut eingeheilt ist.

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Dr. Dr. H. Bettinger - Dr. Dr. K.-U. Feller - Dr. Dr. U. Otte / MVZ Coburg GbR
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