Narbenkorrekturen

Jede Verletzung der Haut hinterlässt eine Narbe. Im besten Falle verblasst diese zu einem fast unsichtbaren Strich, im ungünstigsten Fall entstehen immer wieder aufbrechende Narbenplatten mit der Gefahr der Entartung oder so genannte Keloide, dicke, wulstige, schmerzende und juckende Stränge.

Bei der Narbenkorrektur handelt es sich um eine chirurgische Verbesserung bestehender Narben (z.B. nach Unfall, Operation, Verbrennung). Oft beraten wir Patienten, um „Narben wegzumachen“. Dies funktioniert jedoch nicht. Man kann die Narben nur korrigieren und dadurch weniger sichtbar machen bzw. verkleinern.

Je nach Art der Narbe (verbreitert, verdickt, eingezogen) kommen unterschiedliche Techniken zur Anwendung. In den meisten Fällen werden die Narben ausgeschnitten und mit feinster Nahttechnik die Wunden mehrschichtig wieder verschlossen. Bei ungünstigem Narbenverlauf kann durch eine Änderung der Hauptspannungsrichtung (z.B. Z-Plastik, W-Plastik) eine Verbesserung des ästhetischen Resultats erreicht werden. Volumendefizite können durch eine Eigenfettunterspritzung ausgeglichen werden.

Die Entartung von Narben wird im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt:

  • Hauttyp: Bei sehr hellhäutigen Menschen, stärker aber bei besonders dunklen Hautfarben, besteht eine erhöhte Neigung zu Keloidbildung. Bei vielen afrikanischen Stämmen wird diese Eigenschaft ausgenutzt, um durch Ritzen der Haut ganze Muster zu schaffen.
  • Lage der Narben: Am menschlichen Körper gibt es Spannungslinien entlang der Haut. Liegt der Verlauf einer Narbe senkrecht zu diesen Linien, ist mit einer schlechteren Narbenbildung zu rechnen. Meistens lässt sich bei der Planung einer OP dieser Hautlinien-Verlauf berücksichtigen, in einigen Fällen (Notfall-OP's) kann jedoch keine Rücksicht darauf genommen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt lässt sich der Narbenverlauf dann fast immer korrigieren.
  • Operationstechnik: Manche Wunden hinterlassen nur deshalb hässliche Narben, weil beim Betroffenen eine Unverträglichkeit für das verwendete Nahtmaterial besteht oder die Wunde nicht direkt verheilt ist, z. B. nach Abszessen.
Je nach Art und Lokalisation der Narbenwucherung gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten:
  • Narben, die z.B. im Gesicht durch einen Verlauf quer zu den natürlichen Hautfalten auffallend wirken, werden so umschnitten, dass sich ihre Länge und Lage ändert. Im günstigsten Falle werden sie damit für den Betrachter so gut wie unsichtbar.
Nach dem Eingriff
  • Größere Flächen narbig veränderter Haut lassen sich durch Aufdehnung der umgebenden gesunden Haut durch sogenannte "Expander" entfernen.
  • Keloide können durch Unterspritzen mit Kortison, Silikongel-Auflagen, operativer Entfernung mit Röntgen-Nachbestrahlung und Kompressionsbehandlung mit maßgeschneiderten Kleidungsstücken behandelt werden.
  • Weitere Verfahren sind hochtouriges Abschleifen kleinerer Narbenstränge, Verdampfen oberflächlicher Narbenschichten mit dem Laser oder chemisches Abschälen ("Peeling") zum Erzielen einer Glättung. Dieses Verfahren kommt auch für Aknenarben in Frage.
2 Wochen nach dem Eingriff

Die Eingriffe werden fast immer ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt. Lediglich bei größeren Narbenkorrekturen (z.B. Bauchwand) kann der Eingriff in Vollnarkose eventuell mit einem kurzstationären Aufenthalt erforderlich sein.

Welche Behandlung bei Ihnen in Frage kommt, kann nur in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden.

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Dr. Dr. H. Bettinger - Dr. Dr. K.-U. Feller - Dr. Dr. U. Otte / MVZ Coburg GbR
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